Medizintechnik – Pfeiler der Gesundheitsversorgung und Volkswirtschaft

Mehr als 500’000 Produkte – vom Pflaster bis zum chirurgischen Roboter – sind Alltag in Spitälern, Arztpraxen und in der Pflege. Kaum eine Patientin oder ein Patient, die bzw. der nicht in irgendeiner Form von der Vielfalt profitiert. Der Nutzen der Medizintechnik strahlt aus auf alle Akteure der Gesundheitsversorgung. Sie unterstützt die Arbeit von medizinischen Dienstleistern und setzt einen starken Impuls für eine innovationsgetriebene Schweizer Volkswirtschaft.

Medizintechnik ist die Grundlage für eine erstklassige medizinische Versorgung. Sie rettet Leben, hilft beim Gesundwerden und hält gesund. Ihre Produkte und Verfahren verbessern die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten, von Menschen mit Behinderung und von Betagten. Medizintechnische Innovationen zur Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krankheiten und nachlassenden Körperfunktionen unterstützen ein aktives und selbstbestimmtes Leben.

Medizintechnik erleichtert die Arbeit von Pflegefachkräften, aber auch von Betreuungspersonen aus dem privaten Umfeld. Sie alle werden bei ihrem Engagement zugunsten von pflegebedürftigen und behinderten Mitmenschen durch bedarfsgerechte Hilfsmittel unterstützt und entlastet, und sie können einen besonders wirksamen Beitrag zu Rehabilitation und Rückkehr in den Alltag leisten. 

Medizintechnik versetzt Ärztinnen und Ärzte, aber auch Pflegefachkräfte und weitere Gesundheitsdienstleister in die Lage, optimale Entscheidungen zum Wohl ihrer Patienten und Kunden zu treffen. Dank ihr können sie ihre medizinische Kompetenz noch wirksamer und zuverlässiger umzusetzen. Medizintechnische Geräte entlasten sie von Routineaufgaben und schaffen Freiraum für Patienten-zentriertes Arbeiten.

Medizintechnik ist eine Zukunftsbranche mit strategischer Bedeutung für eine starke Schweizer Volkswirtschaft. Kompetitive Unternehmen sichern in unserem Land qualifizierte Arbeitsplätze. Durch Warenexporte trägt die Branche 13,5 Prozent zur positiven Handelsbilanz der Schweiz bei und sichert so den Wohlstand ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Medizintechnik-Unternehmen leisten einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der produzierenden Industrie in der Schweiz.

Medizintechnik unterstützt eine kosteneffiziente Gesundheitsversorgung, indem sie zum Beispiel Genesungszeiten verkürzt, Komplikationen bei medizinischen Eingriffen vermindert und die Erhaltung bzw. Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit fördert. Der Anteil der Medizintechnik an den Schweizer Gesundheitsausgaben beträgt fünf Prozent.

Medizintechnik ist ein Innovationstreiber, von dem der Gesundheitssektor und die ganze Gesellschaft profitieren. Zum Einsatz gelangen 3D- und Roboter-Technologien, e-Health- und Automatisierungslösungen, telemedizinische Verfahren, aber auch maschinelles Lernen unter Einbezug grosser Datenmengen (Big Data). Medizintechnik-Produkte verfügen typischerweise über einen Innovationszyklus von lediglich 18 bis 36 Monaten. 

Medizintechnik stärkt den Forschungsplatz Schweiz in seinem Schwerpunktbereich Medizin. Dank enger Kooperation zwischen Firmen und Forschungsinstituten, die sich traditionell auf regionale Micro-Cluster stützen kann, erreicht die Schweizer Medizintechnik die höchste Dichte an Patentanmeldungen pro Kopf in Europa. Ihre Zahl hat zwischen 2006 und 2017 deutlich zugenommen.